KI-Use-Cases bewerten: Kaufen, halten oder verkaufen?
Das KI-Depot führt Ihre KI-Vorhaben wie ein Wertpapierdepot: mit Einstand, erwarteter Rendite, Risiko und einer klaren Empfehlung. Dazu stufen Sie jedes Vorhaben nach EU AI Act ein und sehen, welche Pflichten wann greifen.
Was das Werkzeug zeigt
KI-Vorhaben als Portfolio steuern statt als Sammlung von Piloten.
Viele Unternehmen haben ein Dutzend KI-Initiativen, aber keine gemeinsame Sicht auf Wert, Risiko und Abhängigkeiten. Das KI-Depot bringt alle auf einen Depotauszug, den ein Anlageausschuss lesen kann.
Sie geben ein
- +Je Vorhaben: Investition, laufende Kosten und erwarteter Nutzen
- +Eintrittswahrscheinlichkeit, Datenreife und Zeit bis zur Wirkung
- +Anbieter, damit Abhängigkeiten sichtbar werden
- +Drei Fragen zur Einstufung nach EU AI Act und Ihre Rolle
Sie erhalten
- →Depotauszug mit Kaufen, Halten, Beobachten oder Verkaufen
- →Risiko-Rendite-Bild des Portfolios und Klumpenrisiko je Anbieter
- →Einstufung je Vorhaben: verboten, hohes Risiko, Transparenz, minimal
- →Pflichtenkalender zum AI Act und Vorlage für den Anlageausschuss
Methode
So rechnet KI-Depot.
Jede Kennzahl ist nachvollziehbar. Im Werkzeug finden Sie zu jeder Zahl die Formel, hier die wichtigsten.
Rechenweg
- +Erwarteter Jahreswert = Nutzen × Eintrittswahrscheinlichkeit × Datenreifefaktor
- +Rendite über 3 Jahre = Nettoertrag ÷ Investition
- +Risiko-Score aus AI-Act-Klasse, Datenreife und Anbieterabhängigkeit
- +Klumpenrisiko ab 40 % Anteil eines Anbieters oder Konzentrationsindex über 0,25
Annahmen und Grenzen
- →Fristen nach dem Digital Omnibus, Verordnung (EU) 2026/1744
- →Hochrisiko nach Anhang III ab 2. Dezember 2027, Anhang I ab 2. August 2028
- →Konservativ: „unsicher“ zählt wie „ja“, bis die Frage geklärt ist
- →Stand Oktober 2026, keine Rechtsberatung
Beispiel
Beispiel: 66 % Rendite, aber ein Anbieter mit 43 %.
Die fiktive Nordwerk Software GmbH hat neun KI-Vorhaben im Depot, rund 650 T€ Einstand und eine erwartete Rendite von 66 % über drei Jahre. Code-Assistent und Rechnungserkennung sind Kaufen. Die Bewerber-Vorauswahl ist Hochrisiko nach Anhang III und rechnet sich nicht: Verkaufen. Auf Microsoft entfallen 43 % der Investitionen, ein Klumpenrisiko.
Häufige Fragen
Fragen zu KI-Depot.
Wie bewerte ich KI-Use-Cases?
Nach erwartetem Wert, Kosten, Risiko und Abhängigkeiten, und zwar alle nach derselben Logik. Das KI-Depot rechnet den erwarteten Jahreswert, die Rendite über drei Jahre und einen Risiko-Score und leitet daraus eine Empfehlung ab.
Ab wann gelten die Pflichten für Hochrisiko-KI?
Nach dem Digital Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) gelten die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III ab dem 2. Dezember 2027 und nach Anhang I ab dem 2. August 2028. Verbote und KI-Kompetenz gelten bereits seit Februar 2025.
Ersetzt die Einstufung eine Rechtsprüfung?
Nein. Der Einstufungs-Assistent ist bewusst konservativ und zeigt, wo Sie genauer hinsehen sollten. Für Vorhaben mit hohem Risiko oder ungeklärter Einstufung empfiehlt das KI-Depot eine rechtliche Prüfung.
Wer sieht meine Zahlen?
Niemand außer Ihnen. Das KI-Depot rechnet vollständig in Ihrem Browser, ohne Server und ohne Anmeldung.
Was ist ein Hochrisiko-KI-System nach AI Act?
Ein KI-System, das in einem der Bereiche aus Anhang III eingesetzt wird, etwa Personalauswahl, Kreditwürdigkeit oder kritische Infrastruktur, oder das als Sicherheitsbauteil eines Produkts nach Anhang I dient. Dafür gelten Pflichten zu Risikomanagement, Daten, Dokumentation und menschlicher Aufsicht.
Was ist ein Klumpenrisiko bei KI-Anbietern?
Die Abhängigkeit von wenigen Anbietern. Das KI-Depot meldet es, sobald ein Anbieter mindestens 40 % der Investitionen auf sich vereint oder der Konzentrationsindex über 0,25 liegt.
Vom Depotauszug zur KI-Strategie.
Im kostenfreien 30-minütigen Erstgespräch prüfen wir Ihre Annahmen und besprechen, wie aus der Selbsteinschätzung eine belastbare Diagnose wird.
