Tech-Schulden berechnen: Was kostet Abwarten jeden Monat?
Zinslast übersetzt technische Schulden in die Sprache von Geschäftsführung, CFO und Beirat: Tilgungsbetrag, monatlicher Zins, effektiver Jahreszins und ein Tilgungsplan mit Break-even. Ohne Anmeldung, Ihre Zahlen bleiben in Ihrem Browser.
Was das Werkzeug zeigt
Aus „das System ist alt“ wird eine Zahl in Euro.
Entwicklungsteams spüren technische Schulden täglich, in der Budgetrunde fehlen ihnen die Zahlen. Zinslast rechnet jeden Posten in die Größen um, mit denen eine Geschäftsführung Kredite bewertet.
Sie geben ein
- +Teamgröße, Vollkosten je Entwickler und produktive Stunden
- +Je Posten: Aufwand zur Beseitigung in Personentagen
- +Verlorene Stunden pro Monat durch Umwege und Nacharbeit
- +Laufende Mehrkosten und Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit
Sie erhalten
- →Zinsuhr und Tech-Schuldenbilanz als T-Konto nach Kategorien
- →Effektiver Jahreszins und Amortisation je Posten
- →Tilgungsplan: drei Strategien im Vergleich mit Break-even
- →Beiratsvorlage auf einer A4-Seite mit Beschlussvorschlag
Methode
So rechnet Zinslast.
Jede Kennzahl ist nachvollziehbar. Im Werkzeug finden Sie zu jeder Zahl die Formel, hier die wichtigsten.
Rechenweg
- +Stundensatz = Vollkosten pro Jahr ÷ (12 × produktive Stunden pro Monat)
- +Tilgungsbetrag = Personentage × 8 Stunden × Stundensatz
- +Zins pro Monat = verlorene Stunden × Stundensatz + laufende Mehrkosten + erwarteter Schaden ÷ 12
- +Effektiver Jahreszins = 12 × Monatszins ÷ Tilgungsbetrag
Annahmen und Grenzen
- →Grobe Schätzungen genügen; jede Formel ist im Werkzeug offengelegt
- →Zinsen wachsen je Posten mit einer eigenen Rate, wenn er liegen bleibt
- →Strategien: nichts tun, höchster Zins zuerst, kleinste Posten zuerst
- →Eine Selbsteinschätzung, keine Prüfung: Belastbar wird sie in der Diagnose
Beispiel
Beispiel: 85.458 € Zinsen im Monat.
Die fiktive Nordwerk Software GmbH mit 42 Entwicklern trägt 579 T€ Tech-Schulden in zehn Posten, von Code-Kopien für Großkunden bis zur veralteten Java-Laufzeit. Das kostet sie 85.458 € im Monat, ein effektiver Jahreszins von 177 %. 10 % der Entwicklungskapazität fließen in Umwege statt ins Produkt.
Häufige Fragen
Fragen zu Zinslast.
Was sind technische Schulden?
Technische Schulden sind Abkürzungen in Software, Architektur und Betrieb, die heute Zeit sparen und später laufend Zeit und Geld kosten, wie ein Kredit, auf den Zinsen anfallen. Zinslast macht diese Zinsen sichtbar.
Wie genau müssen meine Zahlen sein?
Grobe Schätzungen reichen für die Größenordnung. Wichtiger als Präzision ist, dass alle Posten nach derselben Logik bewertet werden. Im Werkzeug sehen Sie zu jeder Zahl die Formel.
Wer sieht meine Daten?
Niemand außer Ihnen. Zinslast rechnet vollständig in Ihrem Browser, es gibt keinen Server, keine Anmeldung und keine Cookies. Sie können Ihre Daten als Datei exportieren.
Was mache ich mit dem Ergebnis?
Die Beiratsvorlage fasst Schuld, Zinslast und Tilgungsplan auf einer Seite zusammen. Im Erstgespräch prüfen wir Ihre Annahmen und machen daraus eine belastbare Diagnose mit Roadmap.
Wie berechnet man die Kosten technischer Schulden?
Je Posten über zwei Größen: den einmaligen Aufwand, die Schuld zu beseitigen (Tilgung), und die laufenden Kosten, solange sie bleibt (Zins), also verlorene Arbeitszeit, Mehrkosten und erwartete Schäden. Zinslast rechnet beides mit Ihrem Stundensatz in Euro um.
Kann ich das Ergebnis weitergeben?
Ja. Die Beiratsvorlage lässt sich drucken oder als PDF speichern. Ihre Daten exportieren Sie als Datei; Kollegen laden sie im eigenen Browser wieder.
Belastbare Zahlen für die nächste Beiratssitzung.
Im kostenfreien 30-minütigen Erstgespräch prüfen wir Ihre Annahmen und besprechen, wie aus der Selbsteinschätzung eine belastbare Diagnose wird.
